Ureterolyse, Intraperitonealisierung, Ureter-Ileum-Interponat und pyelovesikaler Bypass (Detour) bei Morbus Ormond oder langstreckiger Ureterstriktur
Axel Heidenreich · Aktuelle Urologie · 2021 · Heft 05 · S. 490-500
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Die häufigste Ursache der uni- oder bilateralen Ureterstenose idiopathischer Genese stellt die primäre retroperitoneale Fibrose (Morbus Ormond) dar. Ihr liegt eine entzündliche Bindegewebsproliferation ungeklärter Ätiologie mit Bevorzugung des Retroperitoneums zugrunde. Die Beteiligung des ableitenden Harntrakts manifestiert sich durch eine uni- oder bilaterale Ureterobstruktion bis hin zur Anurie und Urämie. Die primäre Therapie des Morbus Ormond erfolgt immunsuppressiv durch die mindestens 3-monatige Gabe von Kortikosteroiden oder Azathioprin, bis keine aktiven Entzündungsreaktionen mehr nachweisbar sind. Die…