Die Bedeutung des Coeruloplasmins für die Differenzialdiagnose neuropsychiatrischer Störungen
B. J. Connemann, C. Schönfeldt-Lecuona, H.-J. Maxon, W. Kratzer, J. Kassubek · Fortschritte der Neurologie · Psychiatrie · 2010 · Heft 10 · S. 582-589
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Das psychiatrische Interesse am Coeruloplasmin geht ursprünglich auf Beobachtungen erhöhten Serumkupfers bei Schizophrenien zurück. Das immunturbidimetrisch bestimmte Serum-Coeruloplasmin ist jedoch, anscheinend im Gegensatz zur Coeruloplasmin-assoziierten Oxidaseaktivität, bei den Schizophrenien nicht erhöht. Da das Coeruloplasmin als Akut-Phase-Protein bei zahlreichen Prozessen ansteigt, ist eine erhöhte Coeruloplasmin-Serumkonzentration aus neuropsychiatrischer Sicht wenig aussagekräftig. Dagegen scheint die Coeruloplasmin-Oxidaseaktivität bei Morbus Alzheimer reduziert zu sein, und niedrige i…