Fibromyalgiesyndrom und Psychotherapie
Volker Köllner, Katerina Anagnostakou, Michael Käfer · PiD - Psychotherapie im Dialog · 2016 · Heft 04 · S. 50-53
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Lange Zeit standen Patienten mit Fibromyalgiesyndrom (FMS) einer Psychotherapie eher skeptisch gegenüber – während von vielen Psychosomatikern das FMS vorschnell mit einer somatoformen Schmerzstörung gleichgesetzt wurde. Mit Verabschiedung der S3-Leitlinie zum FMS 2008, die mehrheitlich auch von den Selbsthilfevereinigungen anerkannt wird, hat sich das Bild gewandelt: Das FMS ist als eigene Krankheitsentität bestätigt – man braucht nicht mehr zu diskutieren, wie das Problem heißt, und kann den Blick auf Lösungen richten. Psychotherapie spielt dabei eine wichtige, aber nicht die alleinige Rolle.