Aktuelles zu den spinalen Muskelatrophien
N.N. · Nervenheilkunde · 2006 · Heft 04 · S. 237-243
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung 80 bis 90% aller spinalen Muskelatrophien (SMA) entfallen auf den autosomal-rezessiven Typ des Kindes- und Jugendalters, dessen Gen (SMN-Gen) auf Chromosom 5 identifiziert werden konnte. Auf Grund einer Duplikation dieses Chromosomenabschnittes liegt das Gen in zwei Kopien vor (SMN1 und SMN2), die sich lediglich in fünf Nukleotiden unterscheiden. Diese Unterschiede führen jedoch zu unterschiedlichem mRNA-Spleißen, indem nur das SMN1-Gen zu einem stabilen Genprodukt führt (SMN-Protein), während das Genprodukt von SMN2 instabil ist. Heterozygotes Fehlen von SMN1 führt zur SMA, während die Zahl der…