Harnsäurestoffwechsel und Salidiuretika
F. Reutter, F. Schaub · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 1964 · Heft 23 · S. 1101-1104
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Salidiuretika bewirken bei einem großen Prozentsatz von Patienten eine Hyperurikämie, die klinisch meist belanglos und reversibel ist. Beim Gichtkranken werden oft Anfälle induziert, welche sich durch gleichzeitige Verabreichung von Urikosurika vermeiden lassen. Der Provokationstest mittels Salidiuretika kann unter Umständen die Diagnose einer atypischen, latenten Gicht erleichtern. Die Salidiuretika vermindern durch Beeinflussung tubulärer Transportmechanismen die renale Ausscheidung der Harnsäure, beeinflussen aber wahrscheinlich auch extrarenal den Harnsäuremetabolismus auf komplexe Art.