Zur Therapie des Prostata-Karzinoms mit Stilboestroldiphosphat
H. Druckrey, K. Kaiser · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 1956 · Heft 27 · S. 1084-1086
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Die zur Behandlung des Prostata-Karzinoms verwandten Oestrogene hemmen die Zellteilung. Das Stilboestrol wird durch die Phosphorylierung zum Diphosphat in eine pharmakologisch unwirksame und gut wasserlösliche Form gebracht, in der es intravenös injiziert werden kann. In dem an sauren Phosphatasen besonders reichen Gewebe der Prostata und des Prostata-Karzinoms wird aus dem Diphosphat die Phosphorsäure abgespalten und das wirksame Stilboestrol infolge seiner Schwerlöslichkeit angereichert. Das nicht gespaltene Stilboestroldiphosphat wird schnell wieder als Natrium-Salz aus dem Körper ausgeschiede…