Das akinetisch-abulische Syndrom - und seine Bedeutung für die pharmakologisch-psychiatrische Forschung1
F. Flügel, D. Bente · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 1956 · Heft 51 · S. 2071-2074
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Bei langdauernder kombinierter Chlorpromazin-Reserpinbehandlung kommt es regelmäßig zur Ausbildung eines durch Minderung der Spontanmotorik, des Antriebes und der emotionalen Irritierbarkeit gekennzeichneten Zustandsbildes, das als akinetisch-abulisches Syndrom bezeichnet wurde. Auf Grund der Eigenart der psychischen Veränderungen und des Fehlens ausgeprägter hypertonisch-hyperkinetischer Phänomene ist dieses Syndrom vom typischen Bild des Parkinsonismus abzugrenzen. Bei elektroenzephalographischen Untersuchungen fanden sich ebenfalls charakteristische Veränderungen im Sinne einer starken Verlang…