Myasthenia gravis
Robert Schwab · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 1955 · Heft 45 · S. 1642-1645
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Die Erschöpfung der willkürlichen Muskeln bei der Myasthenia gravis hat mit der normalen Ermüdung nichts zu tun. Als Ursache der pathologischen Erschöpfung wird eine komplizierte Störung des chemischen Gleichgewichtes an der Verbindungsstelle zwischen dem Nerven- und Muskelgewebe angenommen. Die kleineren Muskeln sind meist am stärksten betroffen, insbesondere die Lid- und Augenmuskeln, sowie die Sprach-, Schluck- und Kaumuskulatur. In schweren Fällen ist die Atmung beeinträchtigt und auch die Kraft in den Gliedmaßen deutlich herabgesetzt. Muskelruhe stellt die Kraft wieder her. Die Reaktion auf…