Die Stellung des Arztes im Aufgabenbereich der Psychohygiene1
H. Schulte · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 1955 · Heft 49 · S. 1793-1797
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Neben fürsorgerisch-pflegerischen Maßnahmen, z. B. in der Betreuung von Geisteskranken, Trinkern, Epileptikern und Hirnverletzten, sind heute in der Psychohygiene die Beratung in Ehekonflikten und die Bekämpfung der Selbstmorde, der Jugendkriminalität, der Neurosen und der Suchten in den Vordergrund getreten. Seit 1948 nimmt die Zahl der Ehescheidungen ab, während die Zahl der Selbstmorde zunimmt, vor allem bei Männern im Alter von 30—60 Jahren. Zweifellos bestehen Zusammenhänge mit soziologischen und wirtschaftlichen Auswirkungen unserer Zeit. Die Bedeutung der sozialen Desintegration, die seit…