Das dystrophische Magengeschwür
Siegfried Wagner · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 1952 · Heft 39 · S. 1189-1193
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Im Gegensatz zum Ulcus pepticum, bei dem die gesteigerten Magenfunktionen ulzerogen wirken, werden alle die Geschwürsformen, die auf einer Devitalisierung infolge von primärer Widerstandsminderung der Magenwand beruhen, unter dem Begriff des Ulcus dystrophicum zusammengefaßt. Neben lokalen Schädigungen, die durch Schleimhaut-, Nerven- und Blutgefäßerkrankungen Zustandekommen, sind es in erster Linie Störungen im Kohlenhydrat-Eiweißhaushalt, besonders im Kreatinstoffwechsel der Muskulatur, welche die Vitalität gewisser exponierter Magenwandbezirke so weit herabzusetzen vermögen, daß sie sekundär d…