Lynch-Syndrom: Immunmikromilieu als Risikofaktor für Darmkrebs
Markus Numberger · TumorDiagnostik & Therapie · 2022 · Heft 07 · S. 440-442
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Das Lynch-Syndrom (LS) oder Hereditäre Non-Polypöse Kolonkarzinom (HNPCC) ist die häufigste Ursache für erblich bedingten Dickdarmkrebs (Colorectal Cancer, CRC). Ursächlich hierfür sind vererbbare Gendefekte in DNA-Reparaturmechanismen, die das Risiko für das Auftreten maligner Tumoren deutlich erhöhen. Besonders betroffen sind Darm- oder Gebärmutterschleimhaut, seltener auch andere Organe. Nach Schätzungen entwickelt allerdings nur etwa die Hälfte der Träger der LS-Anlage im Laufe des Lebens tatsächlich Tumoren. Bisher ist nicht bekannt, welche Faktoren dazu führen, dass Anlageträger einen Tumor entwickeln.