Ist Dihydroergotamin bei Migräne indiziert oder nicht?
G. Krämer, H. C. Hopf · Aktuelle Neurologie · 1986 · Heft 05 · S. 174-175
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Dihydroergotamin gilt vielfach als Standardtherapeutikum in der Migränebehandlung, insbesondere zur Prophylaxe. Ein verläßlicher Wirksamkeitsnachweis dieser Substanz ist aber bislang nicht geführt worden, und gleichzeitig ist eine längerfristige Gabe mit Nebenwirkungen bis hin zum Ergotismus behaftet. Nachdem sich inzwischen u. a. Betablocker und Kalziumantagonisten als effektive Medikamente zur Migräne-Prophylaxe erwiesen haben, wird der Stellenwert von Dihydroergotamin thesenartig zusammengefaßt. Nur die parenterale Applikation in der Akutphase erscheint diskutabel.