Sozialer Rang und Depression - ein Beispiel „evolutionärer Psychopathologie”
F Pillmann · Fortschritte der Neurologie · Psychiatrie · 2001 · Heft 06 · S. 268-277
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung: Affektive Störungen sind pathologische Auslenkungen von vermutlich phylogenetisch alten psychologischen Mechanismen, deren adaptive Funktion im evolutionsbiologischen Sinn umstritten ist. Nach der Rangordnungshypothese affektiver Störungen basieren depressive Syndrome auf der Aktivierung eines Mechanismus, der der nachhaltigen Unterordnung in kompetitiven Situationen dient und das Individuum vor den Folgen ungehemmt eskalierender Auseinandersetzungen schützt. Der vorliegende Aufsatz diskutiert kritisch, inwieweit eine solche Annahme durch biologische, klinische und psychologische Befunde gestütz…