VEP W-Form, Wie kommt es dazu? Was tun damit?
Walter Paulus · Klinische Neurophysiologie · 2022 · Heft 04 · S. 265-267
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Seit mehr als 50 Jahren hat die Ableitung visuell evozierter Potentiale (VEP) einen festen Stellenwert in der klinischen neurophysiologischen Diagnostik. Die Komponente P100 nach Schachbrettmusterreizung hat sich in der Praxis als besonders robust und aussagekräftig herausgestellt. Das VEP bietet als Ergänzung zur strukturellen Bildgebung (MRT; optische Kohärenztomographie der Netzhaut) die Möglichkeit, auch Leitungsverzögerungen und damit Demyelinisierungen der Sehnerven zu belegen. Im Idealfall verschiebt sich z. B. bei Neuritis nervi optici die typische und klare NPN-Konstellation mit Negativität bei etwa 70…