Differenzierte Diagnostik depressiver Syndrome - Bipolarität versus Monopolarität
B. Pfuhlmann, B. Jabs, G. Stöber · Krankenhauspsychiatrie · 2003 · Heft S 1 · S. 14-17
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Im Rückgriff auf die Sichtweise Kraepelins werden in den aktuell gebräuchlichen Klassifikationssystemen psychiatrischer Erkrankungen DSM-IV und ICD-10 depressive Episoden im Rahmen einer uni- bzw. bipolaren affektiven Erkrankung im Querschnitt für ununterscheidbar gehalten. Hieraus resultiert das sowohl klinisch als auch wissenschaftlich relevante Problem einer geringen Validität der Diagnose „unipolare Depression”, die nur aus dem Verlauf heraus gestellt werden kann, ohne dass die notwendige Dauer der Verlaufsbeobachtung bekannt ist. Die differenzierte Psychopathologie Karl Leonhards vermeidet d…