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Der „Kannibale von Rotenburg”: Betrachtung eines gesellschaftlichen Entsetzens oder die Angst vor der Verführbarkeit

W. T. Kanzow · Balint Journal · 2004 · Heft 04 · S. 104-108

Dokument
851833
CareLit-ID
Jahr
2004
Publikation
PDF
nein
Metadaten
DOI
ja
zitierfähig

Bibliografische Angaben

Zeitschrift
Balint Journal
Autor:innen
W. T. Kanzow
Ausgabe
Heft 04 / 2004
Jahrgang 5
Seiten
104-108
Erschienen: 2004-01-01 00:00:00
ISSN
1439-5142

Zusammenfassung

Zusammenfassung Gegenstand dieser Betrachtung ist die Reaktion der Öffentlichkeit auf den Prozess des so genannten „Kannibalen von Rotenburg”. Ausgehend von Presseveröffentlichungen wird das Entsetzen der Gesellschaft zurückgeführt auf eine eigene bedrohliche Verführbarkeit. In jenem hässlichen Spiegel des Kannibalen zeigt sich die Verführbarkeit als ein Teil der Ambivalenz von Freiheit/Ungebundenheit bei gleichzeitiger Entwertung des Lebens. Der Psychiatrie wird dabei die Rolle der Entledigung von Verantwortlichkeit zugewiesen, eine Rolle, die sie - leider ebenso verführbar - nicht abgeneigt ist zu übernehmen.

Schlagworte

Balint Journal