Bilingualität und kindliche Redeflussstörungen -müssen wir wirklich auf eine Sprache verzichten?
Lattermann, C.; Shenker, R. · Forum Logopädie, Idstein · 2005 · Heft 5 · S. 12 bis 16
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Im Kontext der zunehmenden Migration sehen sich Logopädlnnen in Deutschland immer häufiger mit der Frage konfrontiert, ob bei bilingualen Kindern, die stottern, der Verzicht auf eine Sprache empfohlen werden sollte. Derzeitige Forschungsergebnisse legen nahe, dass Bilingualität keinen negativen Faktor oder ein Hindernis in der Behandlung des frühkindlichen Stotterns darstellt. Im Gegenteil, der Verzicht auf eine Sprache birgt unter Umständen Risiken von nicht absehbaren emotionalen und kommunikativpragmatischen Belastungen für die betroffenen Kinder. Bei der Planung von Diagnostik und Behandlung bilingualer Kind…