Einfluss beobachteter Bewegungen auf ausgeführte Bewegungen bei Patienten mit Gilles de la Tourette Syndrom
A Münchau, G Thomalla, K Biermann-Ruben, H Siebner, K Müller-Vahl, T Bäumer, C Gerloff, A Schnitzler, M Orth, M Jonas · Aktuelle Neurologie · 2008 · Heft 09
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Fragestellung: Das Gilles de la Tourette Syndrom (GTS) ist eine durch motorische und vokale Tics charakterisierte neuropsychiatrische Erkrankung. Bei vielen Patienten besteht ein unwillkürliches Imitieren von Bewegungen Anderer (Echopraxie). In Reaktionszeit(RZ)-Studien sollte untersucht werden, inwiefern Echophänomene beim GTS auf eine gestörte Verarbeitung biologischer Körper-Bewegungen im menschlichen Spiegelneuronensystem (SNS) zurückzuführen sind. Methode: 11 Patienten mit unkompliziertem GTS wurden in zwei RZ-Studien biologische und nicht-biologische Bewegungsreize dargeboten: (i) als Einzelreize, auf die…