„Junk-Food”-Intervention bei Vergiftungswahn
Dirk Schwerthöffer, Josef Bäuml · Psychiatrische Praxis · 2007 · Heft 08 · S. 400-402
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Kasuistik einer 29-jährigen US-Amerikanerin, die psychotisch motiviert nach Deutschland flog und dort während eines notfallmäßigen stationär-psychiatrischen Aufenthaltes jegliche orale Zufuhr verweigerte. Wegen Vitalgefährdung schien nach vier Tagen eine parenterale Ernährung unvermeidbar. Kurz vor der Applikation eines venösen Zuganges wurde ihr spontan „Junk-Food” angeboten, wodurch die Nahrungsverweigerung im Rahmen des Vergiftungswahns paradoxerweise durchbrochen werden konnte. Daraufhin konsekutive Besserung der medikamentösen Compliance, mit raschem Rückgang der paranoiden Symptomatik.