Schwangerschaft– Drogen – Kind: Kinderschutz hat derzeit nicht oberste Priorität
D Hüseman, JP Siedentopf, T Wygold · Zeitschrift für Geburtshilfe und Neonatologie · 2007 · Heft 06
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
In Deutschland werden jährlich schätzungsweise 1500–3000 Kinder von opiatabhängigen Frauen geboren. Zur Stabilisierung der mütterlichen und fetalen Gesundheit werden opiatabhängige Schwangere in kontrollierte Substitutionsprogramme aufgenommen. Das Ziel, dadurch den Beikonsum legaler und illegaler psychotroper Substanzen zu eliminieren oder mindestens zu minimieren, wird jedoch nur ungenügend erreicht. Intrauterine Drogenexposition stellt ein erhebliches Entwicklungsrisiko für die betroffenen Kinder dar. Das Spektrum der Toxizität beinhaltet neben einem erhöhten Malformationsrisiko (insbesondere durch Kokain, Al…