Verordnungsfähigkeit von anthroposophischen Mistel-Arzneimitteln per Kassenrezept auch außerhalb der palliativen Therapie möglich
Pharma Recht, Frankfurt · 2005 · Heft 6 · S. 283 bis 285
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Das Urteil vom 1. März 2005 (S 8 KR 321/04) befasst sich mit der Verordnungsfähigkeit des anthroposophischen Mistel-Präparats Helixor A auf Kassenrezept, auch außerhalb der palliativen Therapie. Die Klägerin, bei der ein Mamma-karzinom diagnostiziert wurde, erhielt das Medikament zunächst auf Kassenrezept, bis die Kassenärztliche Vereinigung die Verordnung nur für palliative Therapien erlaubte. Die Klägerin klagte auf Kostenübernahme, da sie aufgrund ihres hohen Rezidivrisikos eine lebensbedrohliche Situation sah. Das Gericht entschied, dass die Bescheide der Beklagten rechtswidrig seien und