Gewebedefekte nach Paravasaten, deren Ausmaß und die Möglichkeiten plastisch-chirurgischer Rekonstruktionen
E Remmel, C Choi, S Hollenberg, C Cedidi · Senologie - Zeitschrift für Mammadiagnostik und -therapie · 2010 · Heft 06
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zielsetzung: In der onkologischen Therapie kommt es in 0,1–6,5% zur Paravasion von zytotoxischen Substanzen. Diese seltene Komplikation kann je nach Substanz, Menge und Dauer der Einwirkung zu ausgedehnten Nekrosen mit nachfolgendem Verlust von Gewebe führen. Bei einem Paravasat mit Antracyklinen, die als nekrotisierende Verbindung eingestuft sind, kann das systemische Antidot Dexrazoxane (SaveneR) gegeben werden und/oder eine chirurgische Therapie eingeleitet werden, die im Folgenden beschrieben wird. Die Zusammenhänge zwischen zeitnaher, agensspezifischer und interdisziplinärer Behandlung werden analysiert. Ma…