Micropapillomatosis Vulvae – a Fatal Misdiagnosis
S. Seidl · Geburtshilfe und Frauenheilkunde · 2011 · Heft 03 · S. 194-198
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Es wird aufgezeigt, dass es sich bei dem als „Mikropapillomatose“ bezeichneten Befund um völlig normale und physiologische Hautgebilde, die sog. Genitalpapillen handelt. Mit dem Begriff „Mikropapillomatose“ wie auch „Papillomatose“ und „Papillom“ wird aber ein tumoröses Geschehen unterstellt, das in vielen Ländern in der Vergangenheit wie auch noch gegenwärtig völlig unnötige und verstümmelnde operative Eingriffe impliziert hat. Es wird daher an die Originalarbeit von B. Lipschuetz erinnert, der diese physiologischen Papillen und ihre Bedeutung schon 1924 exakt beschrieben hatte.