Zur sozialen Produktion der Geschlechterdichotomie
B. Schildberger · Zeitschrift für Geburtshilfe und Neonatologie · 2011 · Heft 01 · S. 6-9
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Das gesellschaftliche Dogma der Geschlechterdualität toleriert trotz wissenschaftlicher Erkenntnisse über die Entwicklung der Geschlechtlichkeit bzw. deren Variationen kaum Abweichungen von der definitierten Norm des Weiblichen und Männlichen. Die Diagnose Intersexualität wird als therapierbare Erkrankung mit der Möglichkeit geschlechtlicher Anpassung gehandhabt, Transsexualität wird als individuelle Symptomatik an die soziale Peripherie gedrängt. Dieser Artikel diskutiert die Präsenz, Aktualität und Sinnhaftigkeit der Heteronormativität und beleuchtet die Tragweite zugeschriebener Geschlechtlich…