Was trägt die Suchtforschung zum Verständnis von gestörtem Essverhaltens bei?
F Kiefer, M Großhans, C von der Goltz, J Mutschler · Suchttherapie · 2011 · Heft 08
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Sowohl Sucht als auch Eßstörungen beruhen auf einem gestörten Konsumverhalten, das trotz negativer und teilweise schwerwiegender Konsequenzen persistiert. Die Entscheidung zur Substanzeinnahme von Drogen wie von Nahrungsmitteln ist wesentlich von der erwarteten positiven Wirkung beeinflusst, d.h. von dem substanzvermittelten positiven Verstärkereffekt. Wirksame „Verstärker“ wie z.B. Opiate führen bereits nach wenigen Einnahmen zu einer Verhaltensänderung, in der die Opiateinnahme eine Präferenz über anderes Verhalten erlangt. Die im Vergleich relativ schwache Verstärkerwirkung von z.B. kohlehydratreichen Nahrung…