Mehrmalige Cordocentese-gestützte kombinierte intrauterine Digoxin/Amiodarone-Gabe zur Therapie der fetalen Tachykardie mit Hydrops fetalis
V Thäle, R Grabitz, H Issa, C Schumann, M Tchirikov · Geburtshilfe und Frauenheilkunde · 2011 · Heft 08
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Einleitung: Permanente fetale supraventrikuläre Tachykardien mit Frequenzen von 220–250min-1 führen unabhängig von der Ursache bei Nichtbehandlung rasch zur Herzinsuffizienz und zur Entstehung eines Hydrops fetalis. Erfolgversprechende transplazentare Therapieansätze u.a. mit Digoxin verlieren bei hydropischer Placenta deutlich an Effektivität, so dass die direkte fetale Therapie durch Cordocentese die einzige Chance der Vitalitätserhaltung für den Feten darstellt, wenn das unreife Gestationsalter eine weitere intrauterine Prolongation erfordert und die Entbindung mit anschließender direkter Therapie des Kindes…