Gefahr der Hyperthyreose in der Schwangerschaft – Falldarstellung
F Götz, U Schneider, K Dawczynski, C Vilser, A Hübler, E Schleußner · Zeitschrift für Geburtshilfe und Neonatologie · 2012 · Heft 04
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Eine mütterliche Hyperthyreose (HT) kommt in ca. 0,2% der Schwangerschaften vor. Zum überwiegenden Teil ist die HT durch einen M. Basedow bedingt. Typische Symptome, wie Schwitzen, Dyspnoe oder körperliche Schwäche werden in der Schwangerschaft oft verkannt. Die Diagnose erfolgt über die Bestimmung der Schilddrüsen (SD)-Hormone (TSH, fT3, fT4) sowie dem Nachweis von TSH-Rezeptor-Antikörpern (TRAK). Unbehandelt steigt das Risiko von Wachstumsretardierung, Frühgeburtlichkeit und Eklampsie. Durch die Plazentagängigkeit der TRAK kann es beim Feten in der 2. Hälfte der Schwangerschaft zu einer Stimulation der SD komm…