Römisches Orbitaimplantat?
J. M. Rohrbach, M. Harbeck, P. Holzhauser, C. I. Tekeva-Rohrbach, M. Mach, S. Codreanu-Windauer · Klinische Monatsblätter für Augenheilkunde · 2012 · Heft 11 · S. 1138-1141
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Bei Ausgrabungsarbeiten in Regensburg wurde das Skelett eines etwa 20-jährigen römischen Mannes gefunden, der im 3./4. Jahrhundert nach Christus beerdigt wurde. Auffällig war ein passgenauer „Stein“ in der linken Orbita. Nach gründlicher Analyse des Steins und unter Berücksichtigung des ophthalmohistorischen Schrifttums sind sowohl ein Orbitaimplantat als auch ein versteinertes Kollyrium („medizinische Paste“) weitestgehend auszuschließen. Möglicher Weise hatte der „Stein“ einen anderen medizinischen Sinn oder sollte er eine Schutzfunktion erfüllen.