Pars pro toto – Samuel Hahnemanns Lehre vom Stellvertreterleid als Grundlage der klassischen Homöopathie
Andreas Matner · Allgemeine Homöopathische Zeitung · 2023 · Heft 03 · S. 12-19
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
ZusammenfassungSamuel Hahnemann kam in seiner späten, miasmatischen Schaffensphase zu dem Ergebnis, dass es zwischen Krankheit und Symptom ein dialektisches Verhältnis gibt. Er suchte es im Sinne des Pars-pro-toto-Grundsatzes entelechial zu fassen: Das periphere Lokalsymptom, z. B. das syphilitische Geschwür (Schanker), vikariiert als Teil das Ganze, das heißt, es beschwichtigt stellvertretend die unsichtbare Gestalt der chronischen Krankheit (z. B. der Syphilis) so lange, bis sie homöopathisch geheilt wird. Wird das Stellvertretersymptom nur – suppressiv – lokal behandelt, kommt es im Inneren des Organismus zum…