Neurolinguistische Aspekte der Temporallappenepilepsie
K Nahrmann, H Müller · Klinische Neurophysiologie · 2013 · Heft 03
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Die Temporallappenepilepsie (TLE) macht etwa ein Drittel aller Epilepsien aus, repräsentiert die häufigste Form von fokalen Epilepsien im Erwachsenenalter, geht oft mit neuropsychologischen Defiziten einher und ist besonders schwer medikamentös therapierbar [1]. Der Temporallappen umfasst mehrere kortikale Areale, die für Sprach- und Gedächtnisfunktionen von Bedeutung sind. Diese stehen in ständigem Austausch mit anderen, für Sprache relevanten Hirnstrukturen [2]. Sprachstörungen können bei Patienten mit einer TLE sowohl durch epileptische Anfälle als auch durch die mit der Epilepsie assoziierten Läsionen sowie…