Tropenmedizin. Malariaprophylaxe und Notfalltherapie in der Schwangerschaft – aktuelle Datenlage und Empfehlungen
Louise Roggelin, Jakob P. Cramer · Geburtshilfe und Frauenheilkunde · 2014 · Heft 07 · S. 621-625
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Abstract Eine Malariainfektion ist in der Schwangerschaft ein ernst zu nehmendes Risiko für Mutter und Kind, sodass schwangeren Frauen von einer Reise in Malariagebiete grundsätzlich abgeraten werden sollte. Kann eine Reise nicht verschoben werden, so ist ein konsequenter Expositionsschutz inklusive der Nutzung von Repellenzien und medikamentöser Malariaprophylaxe für schwangere Reisende unabdingbar. Im Allgemeinen wird Mefloquin als Prophylaxe und Notfalltherapie in der Schwangerschaft empfohlen. Chloroquin ist aufgrund der weltweiten Resistenzen nur bedingt einsetzbar. Im Falle einer Notfalltherapie in Gebiete…