Postoperative Fisteln als Komplikation in der Gynäkologie und Geburtshilfe – Zwei Falldarstellungen mit Tipps und Tricks für das operative Therapiemanagement
V Döllinger, S Haus, C Wolf, B Gabriel · Geburtshilfe und Frauenheilkunde · 2016 · Heft 10
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Fisteln sind definiert als mit Epithel ausgekleidete unnatürliche Verbindungen zwischen Rektum oder Harnblase und Vagina. Die Prävalenz rektovaginaler Fisteln liegt bei 5% aller analen Fisteln. Aufgrund der daraus resultierenden Sekret- und Stuhlabgänge aus der Scheide entsteht eine hohe psychosoziale Belastung der Patientinnen. Die 49-jährige Patientin mit Adipositas permagna stellte sich 7 Monate nach vaginaler Hysterektomie wegen CIN III mit Stuhlabgang über die Scheide vor. Gemeinsam mit den koloproktologischen Kollegen wurde nach Diagnostik und Bildgebung das operative Vorgehen diskutiert. Insbesondere wurd…