Ueber indigobildende Substanzen im Urin (Harnindikan), ihre bakterielle Zersetzung und Indigurie
G. Hoppe-Seyler · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 1916 · Heft 40 · S. 1213-1214
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung 1. Aus menschlichem Urin wurde indoxylschwefelsaures Kalium rein dargestellt und analysiert. Das sog. Harnindikan des menschlichen Urins besteht also aus Indoxylschwefelsäure und etwas Indoxylglukuronsäure. 2. Indoxylhaltiger Urin wird durch Bakterien, hauptsächlich manche Kolibazillen, bei Anwesenheit von Sauerstoff in der Weise verändert, daß die Indoxylschwefelsäure gespalten wird und nun aus dem abgespaltenen Indoxyl sich Indigo oder mehr bräunliche Farbstoffe bilden. Auf diese Weise entsteht die sogenannte Indigurie. 3. Konzentrierte, an aromatischen Verbindungen (Aether-schwefelsäure und Gl…