Probleme um die Pervitinanwendung in der Psychiatrie*
Helmut Selbach · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 1944 · Heft 37/38 · S. 521-524
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung 1. Indikation und Gegenindikation der Pervitinverordnung ergeben sich aus seiner Wirkung auf das vegetative System. 2. Diese Wirkung besteht primär in der Aktivierung des jeweils konstitutionell bereitliegenden vegetativen Tonus und sekundär in seinem bekannten sympathikomimetischen Effekt. 3. Seine vorübergehende ambulante Medikation ist bei vegetativ ausgeglichenen und psychisch krisenfesten Persönlichkeiten sowie bei eindeutig vagotonen Zuständen, z. B. dei Narkolepsie, erlaubt, in der Klinik außerdem als Mittel gegen den protrahierten Schock und gegen leichteste Hemmungszustände vorwiegend re…