Ist die Behandlung der Lungenentzündung mit Chinineinspritzungen berechtigt?
E. Ballmann · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 1937 · Heft 13 · S. 508-510
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Die im Schrifttum niedergelegten Schäden, insbesondere Nervenlähmungen nach Einspritzung von chininhaltigen Arzneimitteln sind zahlenmäßig bei der weiten Verbreitung der parenteralen Chinintherapie gering. Nach einer eigenen Auszählung kamen auf etwa 5000 Einzeleinspritzungen je eine (vermeidbare) Radialislähmung und auf je 750 Injektionen eine Abszeßbildung. Schädigungen des Hüftnerven wurden nie beobachtet. Die beobachteten Schäden sind vermeidbar, wenn die notwendige Sorgfalt angewandt wird, d. h. wenn chininhaltige Arzneimittel nur vom Arzt und nur intraglutäal mit genügend langer Nadel einge…