Nicht-allergische tödliche Zwischenfälle nach Depot-Penicillin
G. Ernst, E. Reuter · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 1970 · Heft 12 · S. 618-622
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Bei einem plötzlichen Todesfall nach Anwendung von Depot-Penicillin konnte der morphologische Nachweis der Embolisierung der kristallinen Injektionssubstanz in die Lunge geführt werden. Als Eintrittspforte für das Medikament in die Blutbahn kommen kleine neugebildete und entzündete Gefäße im entzündlichen Granulationsgewebe am Ort vorausgegangener Injektionen in Betracht. Bei Patienten mit schwerer Lungen- und/oder Herzkrankheit löst die Penicillinembolie einen zum plötzlichen Tod führenden Mechanismus aus; bei Herzgesunden führt weitere Verschleppung des Penicillins in das Gehirn zum Hoigné-Synd…