Die esterolytische Wirkung von Bis-[4-hydroxyiminomethyl-pyridinium-(1)-methyl]-äther-dichlorid (Toxogonin®)
R. Heitmann, K. Felgenhauer · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 1969 · Heft 05 · S. 224-228
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Drei Vergiftungen mit Alkylphosphaten, zwei davon tödlich, wurden mit hohen Dosen Atropin und Toxogonin behandelt. Die Feststellung, daß die fast völlig inhibierte Serum-Cholinesterase durch Zusatz von Toxogonin zum Testansatz in vitro scheinbar reaktiviert wird, ließ eine Therapie mit Toxogonin sinnvoll erscheinen. Jedoch waren auch hohe Dosen nicht in der Lage, das Enzym in vivo in ähnlichem Ausmaß zu reaktivieren. Toxogonin besitzt offensichtlich eine esterolytische Eigenwirkung. Wegen der niedrigen Nierenschwelle dieses kleinen Moleküls wird das injizierte Toxogonin rasch eliminiert. Dadurch…