Verschluckte Fremdkörper und Bezoare im Gastrointestinaltrakt*
E. Kern, J. Klöss, A. Bremer · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 1964 · Heft 10 · S. 480-487
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Anhand eines Krankengutes von 111 Patienten, die in den Jahren 1945 bis 1963 beobachtet wurden, wird über die Ätiologie, Klinik, Diagnostik und Therapie der verschluckten Fremdkörper berichtet. 12,5% der Fälle mußten operativ behandelt werden. Vor allem bei spitzen Gegenständen besteht, entgegen landläufiger Meinung, doch eine erhebliche Perforationsgefahr. Neben einigen Krankengeschichten wird der Fall eines Patienten geschildert, bei dem sich infolge Genusses von rohen Pflanzenwurzeln ein großer Phytobezoar im Magen gebildet hatte, ein in Mitteleuropa außerordentlich seltenes Vorkommnis.