Das Turner-Syndrom1 - seine begriffliche Abgrenzung und Teratogenese
Karlferdinand Kloos, Robert Ness · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 1958 · Heft 15 · S. 639-648
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung 1. Von der ursprünglichen Definition abweichend läßt sich heute ein Turner-Syndrom „im weiteren Sinne” durch konstitutions-pathologische Merkmale, bestimmte Gonadenfehlbildungen (Keimplatten, hypoplastische Ovarien oder Hoden) und statistisch gehäuft assoziierte Anomalien und Mißbildungen begrifflich abgrenzen. Differentialdiagnostisch unterstützende Bedeutung haben: Der Nachweis einer Sexualdyshormonose und die Feststellung der Chromatinausstattung der Zellkerne („Kerngeschlecht”). Das Vollbild der Turnerschen Triade stellt einen Spezialfall, das „Turner-Syndrom im engeren Sinne” dar. Es wird re…