Zum Problem der bakteriell bedingten Zwischenfälle bei der Übertragung von Blutkonserven
Willi Spielmann, Josef Schütz · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 1957 · Heft 50 · S. 2157-2161
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Bei den bisher in Blutkonserven gefundenen Bakterien handelt es sich offensichtlich stets um apathogene Keime. Demnach führen die Keime nicht direkt den tödlichen Ausgang herbei, sondern auf dem Umweg über toxische Stoffwechselprodukte, die nur bei massiver Besiedlung der Blutkonserven mit Keimen in gefährlicher Konzentration entstehen. Im Zentrallaboratorium des Blutspendedienstes Hessen wurden im Jahre 1956 unter 26 000 Konserventransfussionen 5 tödliche Zwischenfälle gemeldet, von denen 2 mit Sicherheit auf eine bakterielle Verunreinigung zurückzuführen sind. In einem Falle kam 1œ Stunden nach…