Zur Phänomenologie und Entstehungsgeschichte des Exhibitionismus
H. Mester · Fortschritte der Neurologie · Psychiatrie · 1984 · Heft 07 · S. 237-249
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung 1. Der Exhibitionismus darf nicht als Rückgriff auf ein phylogenetisch sehr primitives sexuelles Angebot oder Werben verkannt werden. Ebenso führt die verbreitete Annahme, zumindest einige Fälle beruhten auf einer abnormen Steigerung des Geschlechtstriebes, zu einer falschen Einschätzung des Problems. 2. Diese Sexualstörung beginnt am häufigsten an der Wende vom 2. zum 3. Lebensdezennium. Die relativ enge Altersbindung fällt nicht auf, wenn die ersten polizeilichen Anzeigen oder die Summe einschlägiger Straftaten betrachtet werden. Nur etwa ein Zehntel der Fälle betrifft Spätdelinquenz jenseits d…