Das neues Antikonvulsivum Tiagabin (Gabitril®)
A. Hufnagel · Aktuelle Neurologie · 1998 · Heft 01 · S. 35-37
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Im April 1997 wurde Tiagabin in Deutschland als Zusatztherapeutikum für die Behandlung partieller Anfälle ab dem 12. Lebensjahr zugelassen. Als Wirkmechanismus wurde eine Erhöhung von γ-Aminobuttersäure (CABA) im synaptischen Spalt durch Hemmung der Wiederaufnahme in Neurone und Gliazellen nachgewiesen. Die Substanz hat sich als Zu-satz-Therapeutikum bei Patienten mit Epilepsien fokalen Ursprungs im Dosisbereich von 12 bis 64 mg/Tag als wirksam erwiesen. Bei durchschnittlich 23% der Patienten konnte die mittlere Anfallsfrequenz um mehr als 50% gesenkt werden. Im Hinblick auf den Anfallstyp lag di…