Medizinische und ethische Probleme der Klassifikation psychischer Störungen
Andrea Dörries, J. Vollmann · Fortschritte der Neurologie · Psychiatrie · 1997 · Heft 12 · S. 550-554
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Im Jahr 1930 wurde eine Klassifikation psychischer Erkrankungen, später ,, Würzburger Schlüssel" genannt, für statistische Zwecke ausgearbeitet und über zwei Jahre getestet. Sie löste die bis dahin gültige ,,Reichsirrenstatistik" von 1901 ab und nahm neue Krankheitseinheiten auf. Die pragmatische Kategorienbildung war hauptsächlich deskriptiv und altersorientiert mit ätiologischen und wenigen verlaufsorientierten Komponenten. Der ,,Würzburger Schlüssel" setzte Schwerpunkte bei Suchten (besonders Alkohol), bei Psychopathien (differenziert nach Erwachsenen und Jugendlichen) und bei Folgeerkrankunge…