Die neue Struktur und Konzeption der ICD-11 im Bereich psychischer Störungen
Ronja Husemann, Hauke F. Wiegand, Lars P. Hölzel · Nervenheilkunde · 2024 · Heft 04 · S. 160-166
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
ZUSAMMENFASSUNGDie Diagnostik psychischer Störungen ist komplex und umfangreich. Die ICD (International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems) erlaubte bislang nicht, wichtige Informationen bzgl. Verlauf (z. B. Chronische Depression) oder Symptomatik (z. B. Angstsymptome bei affektiven Episoden) zu kodieren. Auch erschwerte die bisherige Codestruktur das Hinzufügen weiterer, neuer Störungsbilder. Häufig gibt es keine Unterscheidung des Schweregrades, und wenn doch, beruht diese Einstufung auf der Anzahl der erfüllten Symptome und nicht den Funktionseinschränkungen, die sich als Folge…