Langzeitstrahlenschäden an Haut und Auge nach kombinierter ß- und γ-Strahlenexposition während des Reaktorunfalls in Tschernobyl
Anna K. Junk, Peter Egner, Petra Gottloeber, Ralf U. Peter, Fritz H. Stefani, Albrecht M. Kellerer · Klinische Monatsblätter für Augenheilkunde · 1999 · Heft 12 · S. 355-360
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung HINTERGRUND Im April f 986 wurden beim Reaktorunfall in Tschernobyl zahlreiche Arbeiter und Feuerwehrleute mit hohen Dosen ionisierender Strahlung belastet. Neben der Exposition mit γ-Strahlen wurden sie in unmittelbarer Umgebung des Unfallorts auch einer inhomogenen β-Strahlung aus freigesetzten Spaltprodukten ausgesetzt, die zu schwerwiegenden Verbrennungen der Haut führte. PATIENTEN und Methoden Aus dieser Gruppe der sogenannten Liquidatoren stellten sich 16 Männer zwischen 1991 und 1996 wiederholt vor. Ihre Strahlenbelastung hatte zwischen 0,35 und 9 Gy gelegen. Diese Dosen wurden zum Teil re…