Selektive Entfernung eines Zwillings mit Trisomie 21 durch Sectio parva in der 23. Schwangerschaftswoche und spätere Spontangeburt des gesunden zweiten Zwillings
D. Berg, M. Baumgärtner, K. Döring, K. J. Lohe, J. Zander · Geburtshilfe und Frauenheilkunde · 1984 · Heft 09 · S. 563-565
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Bei einer 41jährigen Drittgebärenden mit einer Zwillingsschwangerschaft ergibt die fetale Chromosomenanalyse einen unauffälligen Knaben, 46, XY, und einen Knaben mit einer freien Trisomie 21. Der kranke Zwilling wird in der 23. Schwangerschaftswoche durch Sectio parva entfernt. Trotz präoperativ begonnener Tokolyse und schließlich vorgenommener Cerclage kommt es bei zunehmenden Frühgeburtsbestrebungen zum vorzeitigen Blasensprung in der 28. Schwangerschaftswoche und zur Spontangeburt des 1010 g schweren zweiten Zwillings. Die Aufzucht der Frühgeborenen verläuft ohne wesentliche Probleme.