Endokrine Spätfolgen nach Hirntumortherapie im Kindes- und Jugendalter: Literaturübersicht und Konzept einer prospektiven endokrinologischen Nachsorge
M. Marx, J. D. Beck, H. Müller*, J. Kühl*, T. Langer, H. G. Dörr · Klinische Pädiatrie · 2000 · Heft 04 · S. 224-228
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung: Das Ausmaß der endokrinen Spätfolgen nach einer Hirntumortherapie im Kindesalter ist in der Literatur gut beschrieben. An erster Stelle stehen Wachstumsstörungen aufgrund eines hypothalamo-hypophysären Wachstumshormon (GH)-Mangels oder einer strahleninduzierten neurosekretorischen Dysfunktion der GH-Sekretion. Prinzipiell können alle endokrinen Achsen betroffen sein, so dass Störungen der Pubertät, der Gonaden, der Schilddrüse und der Nebenniere auch noch mit einer langen Latenzzeit entstehen können. Die retrospektiv analysierten Daten der HIT 91 Studie haben gezeigt, dass die endokrinologische…