Disulfiram-Neuropathie
H. Klugkist, S. Preuß · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 1992 · Heft 34 · S. 1278-1282
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Bei zwei chronisch alkoholabhängigen Patienten, einer 37jährigen Frau und einem 22jährigen Mann, trat nach sehr hoch dosierter Disulfiram-Therapie eine schwere Polyneuropathie auf. Im ersten Fall bestand eine hochgradige proximale, beinbetonte Tetraparese, im zweiten eine ebenfalls überwiegend motorische, jedoch distal betonte Neuropathie. Elektrophysiologisch wurde ein axonales Schädigungsmuster nachgewiesen. Ein Guillain-Barré-Syndrom wurde durch Liquoruntersuchung ausgeschlossen. In der Beobachtungszeit von 6 Monaten bzw. 2 1/2 Jahren nahmen die Paresen trotz Abbruch der Therapie zunächst weit…