Hämolytisch-urämisches Syndrom des Erwachsenen mit T-Kryptantigen-Freilegung*
K. W. Rumpf, R. Lynen, R. Verwiebe, H. Schilling, H. Neumeyer · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 1990 · Heft 34 · S. 1270-1275
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Bei einer 36jährigen Frau, bei der akut eine hämolytische Anämie (Hämoglobin 9,7 g/dl, Lactatdehydrogenase 1926 U/l), eine Thrombopenie (98 000/µl) und eine Niereninsuffizienz (Kreatinin 10,5 mg/dl) aufgetreten waren, wurde die Diagnose eines hämatolytisch-urämischen Syndroms gestellt. Nach anfänglicher Plasmapheresebehandlung und hochdosierter Furosemidgabe bildeten sich sämtliche Symptome innerhalb von 3 Wochen zurück. Mit Lektin-Tests ließ sich zeigen, daß die Erkrankung bei der Patientin mit einer Freilegung des T-Kryptantigens (»Thomsen-Friedenreich-Antigen«) an den Erythrozyten verbunden wa…