Die Prävalenz des Gilbert-Syndroms in Deutschland
A. Sieg, L. Arab, G. Schlierf, A. Stiehl, B. Kommerell · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 1987 · Heft 31/32 · S. 1206-1208
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung In einer randomisierten Gruppe von 1530 Personen, 785 Männern und 745 Frauen zwischen 20 und 40 Jahren aus dem Raum Heidelberg, wurde die Prävalenz des Gilbert-Syndroms untersucht. Es fand sich bei 12,4 % der Männer und 4,8 % der Frauen, somit in der Gesamtgruppe bei 8,6 %. Der Serumbilirubinspiegel lag bei den Frauen (Mittelwert 12,0 ± 5,1 µmol/l) signifikant niedriger als bei den Männern (13,7 ± 6,8 µmol/l, P < 0,001). Durch Analyse der Häufigkeitsverteilung des Serumbilirubins konnten Patienten mit Gilbert-Syndrom nicht als eine eigene Population identifiziert werden, vielmehr bilden sie eher…